Es handelt sich hierbei um ein wissenschaftlich entwickeltes Programm zur Reduktion bzw. Vermeidung von digitalem Stress bei MitarbeiterInnen in Unternehmen. Das Programm trägt zum Wohlbefinden und zur Gesundheit bei und hilft, digitale Technologien trotz ihrer „Nebenwirkungen“ gewinnbringend einzusetzen.

Die wissenschaftliche Grundlage beruht unter anderem auf akademischen Programmen der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), des FWF – Der Wissenschaftsfonds sowie auf anwendungsorientierten Projekten und diesbezüglichen Erfahrungen in der betrieblichen Praxis, u.a. Seminare zum Digital Stress Management in Großkonzernen sowie in diversen Start-ups und Softwareunternehmen.

Das Programm zum Digital Stress Management besteht aus mehreren Themenblöcken:

  • Zu Beginn werden die TeilnehmerInnen mit den Grundlagen menschlicher Stressreaktionen sowie der zugrunde liegenden Physiologie vertraut gemacht.
  • Es folgt eine praxisorientierte Darstellung wissenschaftlicher Forschungsergebnisse zu den negativen Wirkungen von digitalem Stress, wobei sowohl auf neurophysiologische Forschung als auch auf Befunde von Befragungsstudien eingegangen wird.
  • Danach werden Bewältigungsstrategien vorgestellt, deren Wirksamkeit in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen wurde. Diese Strategien werden mit den TeilnehmerInnen im Kontext ihrer eigenen Arbeits- und Lebenswelten reflektiert.
  • Schließlich wird mit den TeilnehmerInnen gemeinsam ein Konzept erarbeitet, das Digital Stress Management als laufende Aufgabe im betrieblichen Kontext auffasst und somit nachhaltiges Handeln sicherstellt.

Besonderes Merkmal des hier dargestellten Programms zum Digital Stress Management ist, dass es auch die Messung von digitalem Stress mit einem eigens entwickelten Fragebogeninstrument inkludiert. Zudem kann, falls gewünscht, Stress auch physiologisch gemessen werden (z.B. via Herzratenvariabilität). Die Dauer des Programms zum Digital Stress Management variiert. In den meisten Organisationen liegt die minimale Dauer typischerweise bei einem Tag und die maximale bei einer Woche.

Weiter hält Professor Riedl Vorträge zum Digital Stress Management sowie zu den Facetten von digitalem Stress, Beispielthemen sind:

  • E-Mail-Stress
  • Smartphone, Social Media und Stress
  • Multitasking, Informationsüberlastung und Stress
  • Benutzerzentrierte Systemeinführungen und gesunde Veränderungsprozesse in Unternehmen: Digitale Transformation erfolgreich gestalten
  • Unzuverlässigkeit von digitalen Technologien (Systemabstürze, lange Antwortzeiten) und Stress
  • Technologiebasierte Überwachung und Stress
  • Jobverlust durch Digitalisierung und Stress

Merkmal der Vorträge ist, dass auf der Basis konkreter wissenschaftlicher Befunde die jeweilige Problematik dargestellt wird, um darauf aufbauend handlungsorientiert Tipps und Empfehlungen zu geben. Die Vorträge sind somit evidenzbasiert und praxisorientiert. Vorträge werden in Deutsch oder Englisch gehalten. Typischer Kontext der Vorträge von Professor Riedl sind firmeninterne Seminare bzw. Workshops oder öffentliche Veranstaltungen.