Digitaler Stress: Wie er uns kaputt macht und was wir dagegen tun können. Linde Verlag, 2020, ISBN: 9783709306666.

Inhaltsverzeichnis /// Vorwort /// Leseprobe

JETZT BESTELLEN

Das Nutzenpotenzial digitaler Technologien auszuschöpfen setzt voraus, das von ihnen ausgehende Stresspotenzial zu erkennen und diesem wirksam zu begegnen. Ein bewußter Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien reduziert Stress. Diese Botschaft richtet sich nicht nur an Nutzer, sondern auch an Verantwortungsträger in Unternehmen, Politik und weiteren Bereichen, die über den Einsatz von digitalen Technologien entscheiden.

Auszug aus dem Vorwort

Im Jahr 1986 formulierte der US-amerikanische Technikhistoriker Melvin Kranzberg (1917–1995) die sechs „Kranzbergschen Technologiegesetze“. Das erste Gesetz lautet: „Technologie ist weder gut noch böse, noch ist sie neutral.“ Wenn wir uns in Wissenschaft und Praxis nicht noch mehr anstrengen als bisher, könnte in nicht allzu langer Zeit unsere Überzeugung soweit gefestigt sein, dass eine Umformulierung des Gesetzes notwendig wird. Doch es kann nicht das Ziel einer aufgeklärten Gesellschaft sein, eines Tages mit Sicherheit feststellen zu müssen, dass digitale Technologien „böse“ sind. Die Maxime ist daher, nicht (!) nach immer noch mehr technologischer Durchdringung in Wirtschaft und Gesellschaft zu streben. Vielmehr sollten wir die Fähigkeit entwickeln, jene Situationen zu unterscheiden, in denen Technologie „Freund“ und wann sie „Feind“ ist. Diese Fähigkeit wird dabei helfen, den digitalen Stress zu reduzieren.

Auszug aus dem letzten Kapitel